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Donnerstag, 20. April 2017

Dumm (aus-)gelaufen

Vor acht Jahren habe ich mir diese Tasche genäht, die ich sehr viel benutzt habe.
Mittlerweile ist sie wirklich nicht mehr tragbar. Aber nachdem ich nochmal den gleichen Musterstreifen aus den japanischen Patchworkstoffen vorrätig hatte, machte ich mich gestern daran, diesen zu einer ähnlichen Tasche zu verarbeiten.
Als Grundstoff habe ich mir einen festen, segeltuch-ähnlichen Stoff aus meiner "Geschenkt-Kiste" ausgesucht.
Mit dem Ergebnis war ich zunächst auch zufrieden, bis ich mir meine Hände anschaute:
Der weinrote Stoff färbte allein beim kräftigen Reiben mit den Fingern schon stark ab. So ein Pech. Ich hätte ihn doch vorwaschen sollen.
Nun, vor dem Benutzen musste die Tasche jedenfalls gewaschen werden, sonst verfärbt sie mir meine Klamotten. Also steckte ich die Tasche erst mal bei 30° Kurzwäsche und hohem Wasserstand in die Waschmaschine. Meine Befürchtungen, dass sich der weißgrundige Stoff rosa verfärbt, haben sich nicht bewahrheitet, aaaaaaaaaaaaaaaber:



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So sieht die Tasche jetzt aus. Der Stoff ist total ausgeblutet und fleckig.

Hier nochmal der Vergleich zum ungewaschenen Stoff, von dem ich noch fast zwei Meter, doppelt breit, hier liegen habe.

Hat jemand von euch Erfahrungen, ob ich den Stoff so behandeln kann, dass er seine Farbe behält oder soll ich ihn gleich in die Tonne stopfen?

Die Tasche werde ich trotzdem benutzen. Jetzt habe ich halt eine nagelneue Tasche im Shabby-Look.

Samstag, 15. April 2017

Ostergrüße


"Jesus lebt, mit ihm auch ich. Tod, wo sind nun deine Schrecken" - diese Zeilen eines Kirchenliedes haben mich als Kind wohl so beeindruckt, dass sie mir an Ostern immer in den Sinn kommen, zusammen mit den anderen Erinnerungen an die Ostefeste meiner Kindheit.
Während der Fastenzeit wurden wir angehalten, auf Süßes zu verzichten. Fleischverzicht war kein Thema, denn Fleisch gab es sowieso fast nur am Sonntag.
 Am Palmsonntag durften die Buben ihre Palmbüschel austragen und bekamen dafür ordentlich Geld und manchmal auch was Süßes. Ebenso war es mit dem Osterfeuer: Die Buben gingen mit dem glimmenden Osterschwamm, der am Osterfeuer  entzündet wurde, von Haus zu Haus. Vom Schwamm wurden dann jeweils ein paar Glutstückchen ins Feuer des Küchenherdes geschabt. Auch dafür bekamen die Buben gefärbte Eier und Geld. Wir Mädchen durften solche Bräuche nicht ausüben. Wir wurden darauf vertröstet, dass wir den Frauenbüschel (Kräuterbüschel) an Maria Himmelfahrt tragen dürften. Der wurde aber nur ins eigene Haus getragen, ohne Entgelt!
In der Karwoche mussten wir natürlich auch zur Osterbeichte Die Mutter hat kontrolliert, ob wir auch nicht schwänzten und zum Beweis mussten wir das Beichtbildchen mit nach Hause bringen.
Am Karfreitag gingen wir zur ewigen Anbetung ans Heilige Grab. Als Kind war ich fasziniert von den bunten Glaskugeln. Alles kam mir damals viel prächtiger und mystischer vor, als es im obigen Link zu sehen ist.
Der Weihekorb mit den Osterspeisen musste natürlich auch sein, ein Brauch, den ich in meine Familie mit übernommen habe. Das gemeinsame Essen der gesegneten Speisen nach dem Osternachtsgottesdienst ist mir heute wichtiger als zu meiner Kindheit.
Auch das Verzieren der Osterkerzen ist für mich inzwischen zu einem Ritual geworden, das ich nicht missen möchte. Allerdings habe ich heuer zum letzten Mal die große Osterkerze für unsere Kirche mit verziert. Immerhin habe ich das 27 Jahre lang gemacht, doch vielleicht finden sich jetzt andere Leute mit neuen Ideen, die das in Zukunft übernehmen.
Gerne wüsste ich, welche Rituale und Bräuche später von meinen Kindern und Enkeln gepflegt werden.
Mich würde sehr interessieren: Was ist denn euch an Ostern wichtig? Was habt ihr von euren Eltern übernommen und was lehnt ihr total ab?

Ich wünsche euch allen ein schönes Osterfest, egal ob mit Familie, mit Freunden oder allein, ob mit oder ohne religiösem Hintergrund, ob daheim oder im Urlaub, ob bei Sonnenschein oder Regen,

                       Frohe Ostern! 

Sonntag, 9. April 2017

Noch drei

Drei weitere Taschen sind in den letzten Wochen entstanden, der Stoffberg ist aber nur minimal geschrumpft.

Die beiden oberen Taschen sind nach dem gleichen Schnitt genäht, allerdings habe ich bei der blauen Tasche den Henkel etwas verlängert, damit sie auch quer über die Schulter getragen werden kann.
Die Jeanstasche ist mit "altem" blauweiß gestreiften Stoff gefüttert und hat innen noch eine Reißverschlusstasche. Der Riemen ist verstellbar.


Donnerstag, 30. März 2017

Erste Anprobe





































Im vergangenen Jahr hat mein Mann den Rundplatz im Garten ummauert, auf dem mal unser Schwimmbecken stand. Künftig werden wir den Platz wohl als geschützte Sitzecke nutzen. Die Eisenstangen, die die Abdeckplane des Schwimmbeckens gehalten haben, wollen wir evtl. zum Befestigen eines Sonnensegels verwenden. Da die Eisenrohre nicht gerade schön anzusehen sind, habe ich letzten Sommer Tonröhren getöpfert, die sich zum Turm stapeln lassen.



































Zwar bin ich noch lange nicht fertig mit der Gestaltung  rund um den Platz, doch bei dem schönen Wetter musste ich einfach mal eine "erste Anprobe" machen. Die Auflagefläche wird mein Mann noch in Angriff nehmen. Den Hintergrund müsst ihr euch einfach mal begrünt mit Moos und Hauswurz vorstellen.
In ein paar Jahren sieht es dann vielleicht so aus, wie ich es mir vorstelle.

Mittwoch, 22. März 2017

Shaun

Meine Enkel lieben "Die Sendung mit der Maus" und vor allem "Shaun, das Schaf". Deshalb habe ich den Versuch gestartet, ein Shaun-Kissen zu nähen.















Der Synthetikplüsch war recht störrisch, weil voluminös. Deshalb ist der Bezug auch nicht so ausgefallen, wie ich ihn mir vorgestellt hatte. Doch immerhin habe ich gelernt und weiß, was ich beim nächsten Kissen anders machen werde.

Samstag, 18. März 2017

3. Generation

Etwa alle zwei Jahre muss ich meine Filzvögel erneuern. Der letzte Vogel war zum Schluss halbnackt, weil die (echten) Vögel die Wolle zum Nestbau verwendet haben.
Gestern habe ich den Filzraben der 3. Generation aufgestellt. Auch das Schild musste erneuert werden.
































Mal sehen, ob der Piepmatz die nächsten zwei Jahre übersteht.

Donnerstag, 16. März 2017

Schminkdascherl

Nachdem ich im Tauschforum den Wunsch nach einem Stricknadeletui erfüllt hatte, durfte ich mir auch was wünschen.
Kirsten hat mir mit ihrer Stickmaschine 15 Schriftzüge angefertigt, von denen ich zwei auch schon verarbeitet habe:
 Das Schminkdascherl wird verschenkt (ich selber hab keine Schminke),
das Wolldascherl bleibt bei mir. Den Henkel kann ich auf einer Seite aufknöpfen, dadurch kann ich das Dascherl auch beispielsweise an der Halteschlaufe im Auto befestigen, wenn ich das Strickzeug auf längere Fahrt mitnehme - natürlich als Beifahrerin!
Hier noch ein Foto von der Rückseite mit Zweifachtasche.